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In diesem Jahr ist alles schon etwas anders als üblich. So geht es bei der 39. Auflage statt im Mai zum ersten Mal im Juni los, ebenfalls zum ersten Mal wird der Rundkurs gegen den Uhrzeigersinn gefahren.
von Achim Stahn

 

Am 16. Juni 2021 startet um 14 Uhr der erste Wagen auf dem Viale Venezia in Brescia.
Ihm folgen weitere 374 zumeist legendäre Klassiker aus vergangenen Jahrzehnten.
Die werden aus rund 1.500 gültigen Bewerbungen pro Jahr ausgewählt.
Gültig heißt hier: die Fahrzeuge haben alle Kriterien für eine Zulassung erfüllt.
Starten dürfen nur Fahrzeugmodelle, die von 1927 bis 1957 teilgenommen haben.
 

Alfa Romeo unterstützt auch in diesem Jahr die Mille Miglia als „Global Automotive Partner“. 
Kein Wunder, denn die Marke hat schon viele Rennen (11) gewonnen, mehr als jede andere Marke.
Auch diesmal sind etliche seltene Alfas mit dabei.
Einige rollen direkt aus dem Werksmuseum an den Start. 
Alfa Romeo begleitet die Mille Miglia mit dem neuen GTA, stellt den Organisatoren 30 Stelvio und Giulia zur Verfügung.

Alfa-Romeo 6c 1500ccm

 
Vor den Fahrern liegen 1.000 Meilen, drei Tage später erreichen die ersten ab 15 Uhr die Zielgerade.  
Die diesjährige Route führt erstmalig gegen den Uhrzeigersinn am ersten Tag nach Viareggio im Nordwesten der Toskana.
Anschließend geht es weiter über Castiglione della Pescaia und die Maremma nach Rom. 
Die Rückfahrt beginnt am Freitag früh morgens, mit ersten Etappen Orvieto und Arezzo, dann sind die Appeninpässe dran, übernachtet wird in Bologna. 
Am
Samstagnachmittag endet das Oldtimer-Rennen wieder in Brescia. 

Laut Enzo Ferrari „das schönste Rennen der Welt.  

 
Auf der Piazza Vittoria in Brescia findet die Fahrzeugabnahme statt. 
Eine wunderbare Chance die Oldtimer dort und anderswo hautnah zu
erleben. 
Denn in den Gassen davor warten alle vorher auf ihre Freigabe. 
So nah kommt man an solche Wagen in keinem Museum heran. 
Und lernt gleich noch ihre Besitzer aus aller Welt kennen.
 

Whow, was für ein Anblick

So sieht es in den Straßen von Brescia rund um die Fahrzeugabnahme aus:


Das Rennen 2020 fiel im vergangenen Mai coronabedingt aus.
Sieger der Mille Miglia 2019 wurden Giovanni Moceri und Beifahrer Daniele
Bonetti. 
Sie gewannen das legendäre Zeitrennen mit einem Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport Baujahr 1928.
Auf Platz zwei schaffte es ebenfalls ein Alfa Romeo.
Andrea Vesco und Andrea Guerini fuhren einen 6C
1750 SS Zagato Baujahr 1929.

1927: die vier Mille Miglia Gründer Graf Aymo Maggi, Graf Franco Mazzotti, Renzo Castagneto und Giovanni Canestrini
 

Die Entstehung der Mille Miglia

Die Geschichte beginnt in Brescia bereits im Jahr 1925. 
Graf Franco Mazzotti, Graf Aymo Maggi, Renzo Castagneto und Giovanni
Canestrini, allesamt von schnellen Autos fasziniert, wollten aus der
kleinen Stadt in der Lombardei ein bekanntes Zentrum des Motorsports
machen. 
Mit einem Straßenrennen größtenteils über unbefestigte
Landstraßen.
Start und Ziel sollte Brescia sein, wurde es dann auch. 
Erst dreizehn
Jahre später kam der Wendepunkt in Rom hinzu, heute ein
Highlight des Rennens. 
 
Die Streckenlänge entsprach bereits zu Anfang 1.600 Kilometern.
Das sind in etwa 1.000 englische
beziehungsweise römische Meilen. 
Daher auch der Name Mille Miglia.
 
Am
26. März 1927 fiel der Startschuss für das erste Rennen. 
Nach einem schweren Unfall des Spaniers Alfonso de Portago (mehrere Tote) fand das in seiner
klassischen Form 1957 vorerst zum letzten Mal statt. 
Als Rallye mit
historischen Fahrzeugen wurde die Mille Miglia 1977 wiederbelebt.
Heute geht es nicht mehr um Höchstgeschwindigkeit, sondern um das Einhalten festgelegter Zeiten.

Was macht die Mille Miglia so einzigartig?
Die Mille Miglia ist heute die bekannteste Oldtimer-Rallye der Welt und
zieht jedes Jahr Fans automobiler Klassiker von überall her an. 

Jahr für
Jahr sind Teilnehmer aus aller Welt gemeldet, auch
zahlreiche Prominente.

Nicht nur für die Teilnehmer mit ihren
historischen Fahrzeugen, sondern auch für die Zuschauer ist die
Veranstaltung, die normalerweise jedes Jahr im Mai stattfindet, ein großes Highlight. 

Um zur Mille Miglia zugelassen zu werden, muss das Fahrzeug zwischen
1927 und 1957 gebaut sein und bereits damals an einer Mille Miglia
teilgenommen haben. 

Da die alten Autos so ihre Tücken haben, stellt die
lange Strecke sie zum Teil vor eine große Herausforderung, was die
Veranstaltung für Fahrer und Zuschauer interessant gestaltet. 

Der sportliche Aspekt ist
heute stärker in den Hintergrund gerückt, das Sehen und Gesehen werden plus Austausch unter Gleichgesinnten bei exzellenter italienischer
Küche spielt eine wichtige Rolle. 
Dennoch wollen natürlich viele Fahrerinnen und Fahrer auch gewinnen.

Auf jeden Fall hat die Mille Miglia zur
Wiederbelebung zahlreicher klassischer Rallye-Veranstaltungen geführt, ist und bleibt die unangefochtene Nummer eins in ihrer Welt.

Lohnt sich: ein Besuch im Mille Miglia Museum in Brescia

Fotos aus dem Mille Miglia Museum in Brescia

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